Warum muss ich einen wiederkehrenden Beitrag Schmutzwasser bezahlen?

Die Aufwendungen die für die Ableitung und Reinigung des Schmutzwassers entstehen teilen sich auf in fixe Kosten (Abschreibungen, Zinsen u.a.) die entstehen, auch wenn kein Abwasser eingeleitet wird. Daneben gibt es variable Kosten, (Stromkosten, Personalaufwand, Unterhaltungskosten usw.) die entstehen, wenn die Kanalanlagen und die Kläranlage mit Schmutzwasser belastet werden. Bisher wurden alle Kosten auf die Benutzungsgebühren Schmutzwasser verteilt, d.h. es haben nur diejenigen bezahlt, die Schmutzwasser eigeleitet haben.

Die anderen, die auch fixe Kosten mit verursachen, z.B. die unbebauten Grundstücke, waren bisher bei den Schmutzwassergebühren kostenfrei. Um die Kosten der Schmutzwasserbeseitigung etwas gerechter zu verteilen, wurden ab 01.01.2013 80 % der Kosten über die Benutzungsgebühr und 20 % der Kosten über den wiederkehrenden Beitrag verteilt. Benutzungsgebühren bezahlt derjenige, der Schmutzwasser einleitet, d.h. er muss tatsächlich angeschlossen sein. Wiederkehrende Beiträge bezahlt derjenige, der die Möglichkeit hat anzuschließen. Ob der diese Möglichkeit nutz oder nicht, ist nicht entscheidend.