Neues aus der Kanaldatenbank

Abwasserzweckverband "Oberes Nettetal"

Das Abwasserbeseitigungswerk Brohltal hat im Namen des Abwasserzweckverbandes Oberes Nettetal die Kanalreinigung und Kanalinspektion mit Feststellung der Schäden nach der Eigenüberwachungsverordnung durchführen lassen. Vorausgegangen war eine Bestandsvermessung. Diese endete mit einer festgestellten Gesamtlänge von rd. 19,2 km Verbandssammlern und rd. 470 Revisionsschächten. Aus der Haltungsstatistik ist zu ersehen, dass der weitaus größte Teil der Sammler in den Dimensionen DN 250 bis DN 400 vorliegt, tatsächlich fast 90 %. An Rohrmaterialien wurden Beton / Stahlbeton (rd. 10.950 m), Faserzement (rd. 5.460 m), Steinzeug (rd. 2.525 m), duktiler Guss (rd. 125 m) und Polypropylen (rd. 31 m) verwendet.

Bei den festgestellten Schäden handelt es sich um unterschiedlich stark ausgeprägten Rohrverschleiß in den Kanälen aus Faserzementrohren. Für diese Kanäle wird eine Sanierung durch den Einbau eines GFK-Inliners empfohlen. Die weiteren punktuellen Schäden können mittels Fräs-/ Spachtelroboter bzw. Kurzliner repariert werden. Ab dem Jahr 2010 wurde die Sanierung der Kanalanlagen ausgeführt. Die größten Schäden sind mittlerweile beseitigt durch den Einzug von In- oder Partlinern in die Kanalleitungen.

Für das Jahr 2017 sind weitere Sanierungen an den Kanälen mittels Roboter vorgesehen (Punktsanierungen d. h. Stutzen, Muffen und Schachteinbindungen). Diese Maßnahmen werden über den lfd. Aufwand finanziert. Zusätzlich werden in einigen Haltungen der Verbindungssammler Inliner eingezogen. Langfristig muss damit gerechnet werden, dass bei fortschreitendem Verschleiß auch die bisher nicht sanierten Sammler aus Asbestzementrohren mit GFK-Inlinern ausgekleidet werden müssen.